Posts Tagged ‘Filmkritik’

Dez
26

Filmkritik: Avatar – Aufbruch nach Pandora 9/10

Von Dennis

An der vergebenen Punktzahl läßt es sich schon erahnen, James’ Camerons “Avatar – Aufbruch nach Pandora” ist das Kinohighlight 2009, vielleicht sogar das Sc-Fi Highlight der letzten 30 Jahre. Oha, ich lehne mich weit aus dem Fenster mit dieser Aussage. Und hier spricht ein Star Wars Fan.

Meine Kritik könnt ihr euch nach den Klick zu Gemüte führen.

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Nov
15

Filmkritik: All Inclusive 5,5/10

Von Dennis

Ich musste mich schon etwas überwinden um eine Kritik über die Vince Vaughn Komödie “All Inclusive” zu schreiben. Aber da ich mir hier auf meinem Blog in einer gewissen Verpflichtung sehe euch über meine Kinobesuche zu informieren, schreibe ich auch hierzu ein paar Zeilen. Und ihr merkt schon, wir sprechen hier nicht von einem Komödienhighlight.

Mehr nach dem Klick.

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Okt
29

Filmkritik: Das weiße Band 9/10

Von Dennis

Michael Hanekes Drama “Das weiße Band” erzählt von dem Begriff der Schuld und dem Verlußt der Unschuld in einem norddeutschen Dorf kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges 1914. Ein Drama mit dem Haneke schon zu Beginn des Filmes darstellen möchte, worauf die Wurzeln des kommenden Übels, manifestiert im Schrecken des zweiten Weltkrieges, herrühren.

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Okt
8

Film Kritik Round-House Kick: “Oben” und “Wie das Leben so spielt”

Von Dennis

Es stehen wieder zwei Filme auf meiner Liste, welche ich vor kurzem im Kino gesehen habe. Und sicherlich kann man in diesem “Double Feature” von Kontrastprogramm sprechen. Aber machen wir es kurz (wie immer nach dem KLICK).

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Sep
16

FFF Nachschlag: Kai’s Kritik of Pain

Von Dennis

Noch ein kleines “Nachbeben” zu dem schon etwas vergangenen “Fantasy Film Fest”.

Der regelmäßige Blogbesucher Kai hat sozusagen auf dem FFF gezeltet und sich die Augen wundgeschaut um für uns exklusiv seinen Senf zu den gesehen Filmen abzugeben. Das Punktesystem gilt hier auch von 1 (mies) bis 10 (supi). Zu den Favoriten habe ich noch den jeweiligen Trailer gestellt. Vielleicht bekommt ihr interesse euch die Filme noch andersweitig anzuschauen.

Alles weitere nach dem Sprung!

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Sep
8

Fantasy Film Fest Short Review: “District 9″ 8.5/10

Von Dennis

Nun zu meinem letzten Review eines Filmes vom Fantasy Film Fest, zwar etwas verspätet, aber besser als nie.
War zuvor schon mit “Moon” ein Regiedebut im Zeichen des Science-Fiction auf dem FFF zu bewundern, schließt Neill Blomkamps “District 9″ als weiteres Genre- und Debuthighlight am Samstag direkt nach. Die Nachfrage und Erwartungen waren hoch, und somit waren auch hier einmal wieder die Reihen im Metropol Kino in Stuttgart voll besetzt. Hier zeigt sich das Gespür von Produzent Peter Jackson (Herr der Ringe) für gute und spannende Stoffe, den “District 9″ weiß zu gefallen.

Dieser Film kann als klassischer Heldenepos bezeichnet werden, in dem die Hauptfigur (überzeugend dargestellt von Schauspieldebutant Sharlto Copley) zu Anfang als einfacher aber ambitionierter Mitarbeiter der Alienaufsichtsbehörde “MNU”, eine groß angelegte Umsiedlungsaktion des Alienflüchtlingscamps “District 9″ leitet. Inmitten dieses Schmelztiegels nehmen die dramatischen Ereignisse ihren Lauf, die sein ganzes Leben verändern sollen und er bald zum meist gesuchten Mann der Erde mutiert (im wahrsten Sinne).

Die Story bleibt dabei einfach und ohne große Überraschungen. Auch sind viele Charaktentwicklungen und Entscheidungen der Hauptfigur nicht immer nachzuvollziehen, der Film ist recht schnell lebig und “arbeitet” die Wendungen und Entscheidungen der Figuren schnell ab. Vielleicht macht Regisseur Blomkamp hier nicht unbedingt alles richtig, aber er hat zurecht einen Erfolgshit geschaffen, der von Genrefans für Genrefans gemacht wurde.
“District 9″ gibt einem zu verstehen, dass dahinter ein ambitionerter junger Filmemacher steht, der in alter Science-Fiction Filmtradition hier ein Werk geschaffen hat, welches ein einfaches, fantastisches und vor allem ehrliches Abenteuer darstellt.

Beachtenswert ist sicherlich die Rahmenhandlung um “District 9″. Ausserirdische leben als Flüchtlinge in einem Slumgebiet nahe der südafrikanischen Stadt Johannisburg (endlich mal Ausserirdische ausserhalb der USA), und wie im damaligen Apartheitsregime Südafrikas kommt es auch hier zu Rassenkonflikte. Blomkamp nutzt bewußt diesen Punkt als Rahmenhandlung, versucht aber nicht mit einem moralisch, kritischen Zeigefinger auf dieses Gesellschaftsproblem hinzuweisen. Es stellt einfach nur eine spannende Basis für einen Sci-Fi Film dar. Und aufgrund dessen spreche ich hier auch von einem “ehrlichen” Film, ohne Schnick-Schnack und Pseudopsychologie.
Sicherlich, man kann interpretieren, dass der Mensch wieder mal das grausamste Lebewesen auf dieser Erde ist, aber Blomkamp greift nur auf was schon seit Jahrzehnten Thema im Film ist. Die Machtgier des Menschen.
Visuell interessant ist sicherlich auch der experimentelle Versuch Blomkamps, fiktionale Filmelemente mit dokumentarischen Inhalten zu vermischen. So gesehen funktioniert “District 9″ auf zwei Ebenen. Eine dokumentarische, welche durch inszenierte Interviews, Kamerabilder eines Reporterteams, Nachrichtensendungen und Bilder von Sicherheitskameras belebt ist, und die klassische fiktive Ebene.
Ich für meinen Geschmack hätte mir hier eine größere visuelle Abgrenzung gewünscht, kommt doch aufgrund der hochauflösenden bildlichen Fähigkeiten der eingesetzten “Red One” Kamera der erwartete dokumentarische Look nicht wirklich rüber. Teilweise verliert man sogar den Überblick, was ist nun szenischer Film und was “dokumentarisch”.
Nun, wie gesagt, dieser Film ist einfach und ehrlich und für einen Debutfilm in diesem Sektor wirklich sehr gut. Die Welt die Blomkamp dem Zuschauer eröffnet, zieht einen von Anfang bis Ende in seinen Bann. Dies ist sicherlich zum Teil auf die packenden Actionszenen zurückzuführen und die sehr gut ausgeführten 3D-Effekte.
Auch die drastische Gewaltdarstellung trägt zu dem Look-and-Fell des Filmes bei. Entgegen aller Gerüchte wird “District 9″ aber ungekürzt in die deutschen Kinos kommen, mit FSK16.

Mal wieder lange “geredet” ohne viel Sinn, kann ich allen Freunden von feiner actionreicher Science-Fiction Kost “District 9″ mit gutem Gewissen empfehlen. Mit einem Nachfolger kann man jetzt schon ganz sicher rechnen.

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Sep
6

Fantasy Film Fest Short Review: “Moon” 7.5/10

Von Dennis

“Moon” stellt das Regiedebut des jungen Engländers Duncan Jones dar, und ist wirklich ein erstaunliches Werk. Allzuviel möchte ich in dieser Kritik darüber nicht verlieren, um das Spoilerrisiko zu minimieren, allerdings hat sich der Film für mich anders entwickelt, als ich es mir vorgestellt hatte.

Sam Rockwell spielt großartig und überzeugend einen einsamen “Mondmann”, der auf jenem Trabanten im Auftrag eines großen Energiekonzerns für 80% der weltweiten Energieversorgung verantwortlich ist. Nach einem Unfall steht er sich eines Tages selbst gegenüber, aber verändert, gealtert.
Duncan Jones kommt es an dieser Stelle gar nicht darauf an, die Psychologie hinter diesem Ereignis herauszuschälen, wenn man plötzlich seiner eigenen Person gegenüber steht. Duncan Jones ruhige Kameraführung und Erzählweise stellt einfach dar und erzählt, nicht mehr, nicht weniger.
Auch das Potential, aus der Geschichte heraus einen überraschenden Wendepunkt miteinzubauen, der an den Stil der M. Night Shyamalan Filme erinnert hätte, läßt Jones bewußt aus. Dies mag manchem vielleicht sogar etwas diledantisch vorkommen, aber einen Film zu sehen der die tiefenpsychologische Komponente fast gänzlich ausspart und dem Zuschauer das nachdenken überläßt, ist schon sehr erfrischend. Wohl liegt es an der noch nie so dargestellen Grundidee des Filmes die überzeugt und nicht verkopft wirkt. Duncan Jones läßt hier keinen Zweifel daran, dass er sich teilweise an Großmeister wie Stanley Kubrik orientiert hat.
Trotz der Ruhe und unspektakulären Erzählung ist “Moon” aber keinesfalls langweilig oder hat einen Durchhänger (man könnte hier im zweiten Akt höchstens von ein paar Minuten sprechen). Der Film bleibt spannend und visuell beeindruckend. Die Welt die “Moon” vor einem aufbaut ist sehr greifbar, glaubhaft und schnörkellos, und ich war erfreut zu sehen das noch sehr viel mit klassichem Modellbau gelöst wurde, was diesen Eindruck bestärkt. Die “Low Key” Musik und die Ein-Mann-Performance von Sam Rockwell runden das Bild ab.

“Moon” ist ein überraschendes Debut von einem jungen Regisseur auf den man in Zukunft noch ein Auge werfen sollte, und nicht nur weil er der Sohn des Musikers David Bowie ist.

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Sep
4

Fantasy Film Fest Short Review: “Black Dynamite” 6/10

Von Dennis

Vor einigen Wochen hatte ich hier schon einmal den Trailer zur Hommagecomedy an die Blaxploitationera gepostet, nun war gestern auf dem FFF “Boogietime”.

“Black Dynamite” nimmt nach alter Tradition von Kulthits wie “Supafly”, “Shaft” oder “Foxy Brown” das beste heraus, und verpackt es in eine klischeebehaftete Actionkomödie die sich nicht selbst ernst nimmt. Und genau das macht so Spaß an dem Film. Die Story ist einfach und ohne viel Schnörkel, die Dialoge platt und wiederholend, dass schauspiel meist ebenso. Ausstattung und Look stechen hervor und lassen einem fast glauben, ein Original aus den 60ern zu sehen, inklusive gewollter Filmfehler. Diese Hommage deckt wirklich alles ab.
Mit unter zündet aber nicht jeder Gag und läßt kurz langeweile aufkommen, die aber durch die (mehreren!) absurden Erzählwendungen wieder gut gemacht wird. Für Leute die mit dem Slang der Afroamerikaner nicht erfahren sind, sollten auf jeden Fall zu einer Version mit Untertitel greifen. Ob es eine Synchronfassung davon geben wird, wage ich aufgrund des Independentcharakters zu bezweifeln. Auch würde dies die gesamte Athmosphäre des Filmes zu nichte machen.
Ein Film von Fans für Fans oder solche die es werden wollen.

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Aug
26

Kritik Kurz und Knapp: “Inglorious Basterds” ist ein Meisterwerk 9.5/10

Von Dennis

Normalerweise gebe ich, wie auch meist anderer Kritiker, eine Filmkritik um mehrere Zeilen und Absätze ab. Meist ist dies aber der Fall wenn es um Filme geht, die diverse negative Punkte aufweisen, die es zu beleuchten gilt. In diesem Fall kann man über solche Punkte aber kaum sprechen, es gibt sie nämlich garnicht. Oder man nörgelt in ein, zwei Fällen auf hohem Niveau, und dass ist hier fehl am Platze (und vor allem in diesem Blog). Nun, in der Kürze liegt die Würze (es liegen schon fünf Euro in der Volksweisheitenkasse).

Entgegen aller vorbehalte, Tarantino mache einen Film über eine Gruppe von Juden die Nazis skalpieren, untermals mit Italowestern Musik, und dass heutzutage bei so einem sensiblen Thema (man nehme Pop-Kultur gemixt mit Nazikriegsfilm), hat der geniale Kopf es geschafft einen Filmepos herzustellen, der in Punkto Drehbuch, Regie, Dialog und Inszenierung wirklich noch sein bisheriges Schaffen in den Schatten stellt.
Tarantino hat es geschafft, wieder zur alten Form aufzulaufen, was er teilweise bei “Death Proof” vermissen lies. Grandiose, minutenlange Dialogszenen mit zwei oder mehreren Protagonisten, und man hängt an jedem Wort, an jeder Geste. Langeweile ist hier ein Fremdwort. Der 2 1/2 stündige Film setzt sich eigentlich aus mehreren langen Dialogszenen zusammen, jede für sich ergreifend, spannend und teilweise urkomisch. Dieses Niveau hält er durch den kompletten Film bei nicht immer 100%, aber knapp drunter, und ihr wisst ja, dass hohe Niveau.
Wer glaubt, dieser Film handle fast ausschließlich von den Taten einer Gruppe von Nazijägern, den “Basterds”, der irrt. Tarantino richtet sein Augenmerk eher auf den Racheplan einer jüdischen Kinobesitzern, die ihre Chance auf Rache an dem Tod ihrer Familie sieht, in dem sie die komplette Riege der deutschen Nazifürhung (einschließlich Adolf Hitler) in ihrem Kino zur Hölle jagt. Aber auch die “Basterds” verfolgen diesen Plan, und nebenbei wittert ein SS Offizier, wirklich einzigartig und großartig gespielt von Christoph Waltz, seine Chance auf die Rettung der Welt. Am Ende, siegt das Kino gegen das Böse, die eigentliche Grundhaltung hinter diesem Machwerk.
“Inglorious Basterds” ist ein Charakterstück aller erster Güte, Tarantinos Fähigkeiten in Sachen Schauspielführung sind grandios. Selbst Diane Krüger spielt sogar mal richtig ordentlich, als durchschnittlicher deutscher Schauspielstar auf Agentenwegen. Wer sich vor exessiven Gewaltszenen sträubt, sollte hier vorsichtig sein. Tarantino läßt auch hier gezielt viel Blut fließen, wo auch ich schon mal die Augen leicht abwenden musste.

Nun, wer es also nicht ganz so ernst nimmt mit der deutschen wie europäischen Kriegsvergangenheit und weiß, dass Tarantino kein infantiler Hollywoodregisseur ist, der dümmlich diverse Naziklischees einsetzt, dem kann ich diesen Film nur wärmstens empfehlen. Vor allem für diejenigen die mal sehen wollen, wie man einen gewissenlosen, juden-jagenden SS Offizier (Waltz), zu einer fast schon sympatischen Gentlemanfigur machen kann. Mist, jetzt doch wieder etwas länger geworden.

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Aug
23

Impressionen vom Avatar Day

Von Dennis

Camerontastisch, Vollponk, Übereindruckend. Hach, man müsste eine Weile darüber Grübeln, ein Wort zu finden was den Bildern, die am sogenannten “Avatar Day” hundertausenden auf der ganzen Welt präsentiert wurden, gerecht werden würde. Und hiermit möchte ich euch wie versprochen einen kleinen Eindruck von dieser Vorstellung vermitteln.

Erstmal war entgegen aller Erwartungen, der Zuschauerandrang relativ schwach. Auch ohne Gewinnspiel oder frühzeitiges Kartenreservieren, hätte man locker noch Plätze ergattern können. Und auch der “Nerdfaktor” hielt sich, zur Enttäuschung von mir und meiner Mitstreiter, relativ überschaubar. Die doch meist bei solchen Events illustren Figuren, ihres Zeichens meist im Informatikwesen angesiedelt und mit nur in ihrer Subkultur verständlichen T-Shirts bewappnet (“Will code for coffee” oder “127.0.0.1), blieben zumindest in unserer Vorstellung eher aus.

Und gerade diese fühlte sich am Ende auch, trotz der gebotenen 15 Minuten Filmfootage, sehr kurzweilig an. Wie ein 45 Minuten Flug von Stuttgart nach Berlin. Was ein gutes Zeichen darstellt.

Der Avatar Day begann pünktlich um 18.30 im Gloria Kino in Stuttgart und es wurde noch die Ansage gemacht, dass man sich bitte sofort die Brille aufsetzten sollte, da es sofort los gehe. Also, Brillen auf und ab. Und worüber wir schon im Vorfeld gewitzelt haben, dass nämlich James Cameron bei seinem Einführungsgruß in 3D erscheine, mit Krone und Zepter, das er uns in schwungvollem 3D um die Ohren hauen würde, wurde sogar teilweise Realität. In 3D (ok, ohne Krone und Zepter) begrüsste uns ein wie immer sympatischer James Cameron und führt uns in kurzen Worten in die Welt von “Avatar” ein und wünscht viel Spaß. Was nun gezeigt wurde, beeindruckte von nun an auf ganzer Linie. Gezeigt wurden kurze mehrminütige Szenenblöcke, entnommen aus bestimmten Stellen im Film die mit Schwarzblenden von einander getrennt waren.

Den Anfang macht eine real gefilmte Szene in einem Militärcamp und Sam Worthington, als ein am Rollstuhl gefesselter Soldat, wird auf eine aussergewöhnliche Reise geschickt. Sein Geist wird in einen “Avatar” projeziert, ein Alter-Ego der auf jenem Planet lebenden Ureinwohner, die es gilt so zu infiltrieren und den gefährlichen Planeten zu erkunden, um ihn als potenzielle “Neue Welt” für den Menschen zu erobern. Und hier haben wir auch gleich das erste erfräuliche Wiedersehen mit Sigourney Weaver als gewissenhafte Wissenschaftlerin.
Was folgt sind diverse Dialog und vor allem natürlich Actionszenen, die nun vollständig in großartig gerendertem 3D daher kommen. Und Cameron hat es geschafft, teilweise die Eindrücke zwischen realen und am Computer generierten Bildern fast nahtlos ineinander verschwimmen zu lassen. Solche Charakter- und Mimikanimationen hat man vorher noch nicht gesehen. Man erkennt förmlich die Gesicher von Worthington und Weaver hinter den blauhäutigen Gesichtern der Planetenbewohner. Wer die Sorge hatte, einen weiteren “JarJar Binks” Effekt zu erwarten, mit seelenlosen 3D-Figuren in der Hauptrolle, kann hier beruhigt werden.

Was das Welten- und Charakterdesign angeht, waren hier schon die ersten Diskussionspunkte zu verzeichnen, mögen diese doch nicht jedermanns Geschmack treffen. Blau-violette, großgewachsene androgyne Weltenbewohner. Bunt gefleckte, fast schon regenbogenschimmernde Urwaldkreaturen in einer feindlichen aber doch so lebendigen Vegatation werden dem Zuschauer präsentiert. Eine Szene, in der Nachts der Urwaldboden und das komplette Grün in allen Spaktralfarben zu Leuchten beginnt (man fühlt sich an “Prinzessin Mononoke” oder die “Final Fantasy” Reihe erinnert), besiegelt diese gestalterische Entscheidung.
Das alles mag ungewohnt erscheinen, und für viele trifft es auch nicht den Geschmack, aber es ist schön zu sehen, dass Cameron hier andere Wege beschreiten möchte.

Und der 3D Effekt gibt einem quasi den “Rest” und baut eine Plastizität auf, die die fantasische Welt um “Avatar” noch etwas spürbarer werden läßt. Leider trübt das alt bekannte “Shutter-Problem” (sogenanntes Bildflimmern bzw. -flackern bei schnellen Bewegungen) etwas die heile Welt des 3D. Gerade in schnellen Szenen, mit schnellen Kameraschwenks, kann einem schnell schwindelig werden. Und aufgrund der linearen Polarisation wirkt für manche das Bild auch noch etwas zu dunkel, was mich persönlich weniger störte (ich bin ein Schwarzwert-Fan).
Zu guterletzt kam dann noch eine schnelle Montage von realen und 3D erstellten Actionszenen, mit Auszügen aus einer Riesenschlacht inklusive, die Lust auf mehr machen und die Erwartungshaltung an diesen Film noch verstärkt.

Aber schlußendlich, kann man hier von einer kommenden “Revolution” im 3D Kino Bereich sprechen? Ich denke solche Ausrufe sollte man immer mit Vorsicht genießen, sprechen wir hier schließlich nicht von der Einführung des Ton- und Farbfilm. Allerdings hat es Cameron geschafft, auch das verwöhnte Auge, welchen dieses Jahr schon mit visuellen Krachern wie “Watchmen” und “Crank 2″ verzückt wurde, in Staunen zu versetzen. Fraglich ist wie Cameron diese Technik auf der erzählerischen Ebene einsetzt um beim Zuschauer Emotionen hervorzurufen. Es ist zu hoffen, wäre es ansonsten doch “nur” ein weiteres technisches Mittel-zum-Zweck.

Was die Story angeht, so hat auch hier Cameron die Möglichkeit etwas wirklich spannendes zu schaffen. In Zeiten der “Alter-Ego-Manie” von “World of Warcraft” bis “Second Life”, kann Cameron hier einen interessanten Aspekt von dem Verlust der eigenen Identität darstellen, und allen Konflikten die damit einhergehen. Singularitäten zu “Der mit dem Wolf tanzt” haben sich hier für mich abgezeichnet, scheint doch Sam Worthington wie damals Kevin Costner zu einem derjenigen, die er eigentlich bekämpfen soll. Und auch in “Avatar” ist der Auslöser, der Katalysator, die Liebe zu einer Frau. Von einem Mann, der dass zu lieben lernte, was er eigentlich rauben und erobern sollte. In diesem Punkt, stellt Cameron keine neue Revolution auf die Beine, sondern bleibt bei bewährtem.

Von Enttäuschung kann man nach dem “Avatar Day” sicherlich nicht sprechen, und uns bleibt an dieser Stelle nur die Geduld auf den Release des Filmes am 17. Dezember 2009. Ich glaube, es wird großartig werden.

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