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Fantasy Filmfest Nights #08: Filmkritiken

Von Dennis in Film und TV, Filmkritik | keine Kommentare

An diesem Wochende fanden wieder die alljährlichen “Fantasy Film Fest Nights” statt, mit einer kleinen aber feinen Auswahl an Genrefilmen, die schon mal die Stimmung für das große Festival im August anheizen sollen.

Da meiner Einer leider nicht die Möglichkeit hatte, auch nur einen Film zu sehen, bat ich meinen Freund Kai als Gastautor uns seine Meinung zu den Filmen die er in München gesehen hat zu offenbaren.

“Splice”, “Summer Wars”, “La Horde”, “Daybreakers” und “[REC]²” mussten sich bewähren.

Die Kurzkritiken findet ihr nach dem Klick!

Splice: 7/10

“Splice” erzählt im Grunde genommen eine ganz einfache Geschichte. Ein Ehepaar bekommt ihr erstes Kind und durchlebt alle damit verbundenen Schwierigkeiten und Hürden. Zusätzlich kommt noch Versagensangst dazu und die Furcht, bei der Erziehung noch dieselben Fehler zu machen wie einst ihre Eltern.

Klingt nach einer ganz normalen Geschichte, wäre der Regisseur nicht Vincenzo Natalie.
Dieser machte aus dem Ehepaar ein Superstar-Wissenschaftler-Duo, das die Welt mit dem mischen
verschiedener DNA Stränge in erstaunen versetzt und das besagte Kind das erste Lebewesen ist, das mit der Kreuzung aus menschlicher und tierischer DNA lebensfähig ist.
“Splice” fackelt nicht lange rum und kommt sehr schnell auf den Punkt. Das hohe Erzähltempo wird
konsequent auf Niveau gehalten, so dass in keiner Minute Langeweile aufkommt. Das Monster-Design ist so einfach wie genial. Ein Blick auf die Kreatur reicht, um einem den Schauer über den Rücken zu jagen.
Gepaart mit ein paar fiesen Schockeffekten und man hat einen sehr guten kleinen Sci-Fi-Horror
Film, der mit seinem fiesen Ende einem noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Summer Wars: (Trailer) 8/10

Natsuki nimmt den schüchternen Kenji, der nur knapp versagt hat als es darum ging, Japan bei der
Matheolympiade zu vertreten, als Helfer mit zum Geburtstag von Natsukis Oma. Dort angekommen staunt Kenji nicht schlecht, als Natsuki ihn als ihren Zukünftigen vorstellt. Nun sieht sich Kenji damit konfrontiert, vor der ganzen Familie Natsukis überzeugend ihren Verlobten zu mimen.

Zusätzlich dreht sich die Geschichte noch um die virtuelle Welt “OZ”, die nahezu von der gesamten Menschheit genutzt wird und plötzlich von einem gefährlichen Virus befallen wird, der droht die ganze Erde zu zerstören. Und was das ganze jetzt auch noch mit einem Baseballspiel zu tun hat, das sollte man schon selber heraus finden.

“Summer Wars” ist ein wunderschöner Anime Film mit toll gezeichneten Figuren und Animationskunst feinster Sorte. Lustig, skurril, tragisch und actionreich. Für jeden Genrefan wärmstens zu empfehlen.

La Horde: 7/10

Die ultimative Left4Dead (Zombiehatz-Multiplayer-Videospiel) Verfilmung, die aber eigentlich keine ist. Fängt “La Horde” noch wie ein harter “Cop-Rache-Action-Film” an, wandelt sich dieser kleine filmische Dreckskerl aus Frankreich bald schon zu einer unerbittlichen Zombiejagd. Dabei ist er sehr düster, dreckig und kennt kein Pardon.

Hier sind es dann auch nicht die durchaus sehr blutigen Shootouts, die einen schlucken lassen, sondern die mit brachialer Gewalt inszenierten Zombieprügelein, die dem geneigten Zuschauer ein teuflisches Grinsen auf das Gesicht zaubern werden. Ein weiterer toller, dreckiger Beitrag aus Frankreich, der jedem Genrefan ans Herz gelegt werden darf.

Daybreakers: 6,5/10

“Daybreakers” zeichnet zu Anfang in alter Manier eine düstere Zukunft für die Menschheit. Doch sind es in dem neuesten Werk der Spirig Brüder (Undead) nicht die zu neige gehenden Erdölvorkommen, oder gar der Klimawandel, welche die Menschheit an den Rand der Ausrottung bringen, sondern eine kleine Fledermaus. Diese verbreitet einen Virus, der einen Großteil der Menschheit rasend schnell in Vampire verwandelt.

Die restlichen menschlich gebliebenen Individuen werden in sogenannten Blutfarmen gehalten, und die letzten die auf freien Fuß sind werden gnadenlos gejagd, geht doch der Blutvorrat so langsam zu Ende.
Ethan Hawke, selbst ein Vampir, schließt sich einer menschlichen Rebellengruppe an, um den
Fortbestand der Menschheit zu gewährleisten.

Das Regiebrüderpaar Spirig präsentieren hier einen sehr stylisch fotografierten Vampierfilm mit einer so simplen wie genialen Grundidee. Zur Freude der Fans kann man sagen, dass die Brüder sich zum Glück nicht zurück halten, wen es um den Fluss des roten Lebenssafts angeht. Auch ist man immer wieder überrascht, wie der Film plötzlich Szenen liefert, die in Teilen schon fast an die berühmt berüchtigte “From Dusk till Dawn” Bar Szenen erinnern. Sieht man von ein paar
Hollywood-typischen Erzählschematas und etwas übertriebenem Pathos ab, hat man einen echt fiesen kleinen Beißer, der wenn er zuschnappt, ordentlich reinhaut.

[REC]²: (Trailer) 7/10

Zombiehorden die 1237te. Nur das diesmal ein Dämon seine Finger mit im Spiel hat und alle die er in Besitz nimmt, in agressive Monster verwandelt.

Wie im ersten Teil sieht man auch hier alles aus dem Blickwinkel der wackeligen Handkamera, die von den einzelnen Protagonisten mitgeführt wird. Der Film setzt nur acht Minuten nach Ende des ersten Teils ein, so dass es zumindest hilfreich wäre, den ersten Teil zu kennen.

Die Homevideoästhetik wurde hier im Vergleich zum Vorgänger strikt ausgebaut und um einige nette und wirkungsvolle Ideen bereichert. So hat man es hier mit einem waschechten Nägelkauer zu tun, der genau da hinzielt wo es weh tut. Und meistens trifft er voll ins Schwarze.

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