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Film Kritik Round-House Kick: “Oben” und “Wie das Leben so spielt”
Von Dennis in Film und TV, Filmkritik | keine Kommentare
Es stehen wieder zwei Filme auf meiner Liste, welche ich vor kurzem im Kino gesehen habe. Und sicherlich kann man in diesem “Double Feature” von Kontrastprogramm sprechen. Aber machen wir es kurz (wie immer nach dem KLICK).

9.5/10
PIXAR hat mit “Oben” wieder ein Meisterstück des Animationsfilms geschaffen. Nach langer, wie ich finde dramaturgischer Durststrecke aus dem Hause des erfolgreichsten Animationsstudios, findet PIXAR hier wieder zur alten Form zurück. Eine liebevolle, bis ins Detail erzählte Geschichte die vom loslassen vergangener Zeiten erzählt, die ewige Liebe und das gemeinsame Glück lobpreist, und das man seine Träume auch leben kann. Ein Film für Erwachsene wie auch für Kinder, zum lachen und auch zum weinen, zum nachdenken und zum träumen. Einfach so wie großartiges Kino sein sollte. Auch wenn viele meinen, dass der 3D Effekt bei diesem Film unnötig wäre, er bringt dem ganzen noch mal viel mehr Tiefe, sei es beim Flug in luftigen Höhen oder in den Weiten von Südamerika. Top!

6.5/10
Irgendwie ist das immer so eine Sache mit der Erwartungshaltung. Am besten ist, keine zu haben bevor man einen Film im Kino sieht, aber Emotionen lassen sich leider nicht so einfach kontrollieren. Und bei einem Regisseur wie Judd Apatow (Knocked Up, 40-year old virgin) geht man natürlich von einer herrlichen spassigen Komödie aus. Aber “Wie das Leben so spielt” ist eher als ein Drama zu sehen, zwar mit zahlreichem Wortwitz und spaßigen Dialogen, aber bei gut zwei Stunden Spielzeit kommen hier und da einfach einige Längen auf, was nicht zuletzt an der Erzählstruktur des Filmes liegt. Meiner Meinung nach, hätte dem Film eine eher klassische Struktur besser zu Gesicht gestanden (das zum Beispiel die Genesung von Adam Sandlers Figur erst später eintritt, dass klarer ist wer die Hauptfigur ist,…). Es scheint als Apanow selber nicht weiß wo er mit dem Film und seinen Figuren eigentlich hin will. Man bekommt schwer ein Gefühl für die Geschichte und ihre Figuren, Adam Sandler und Seth Rogen wechseln sich in ihrer Funktion als Hauptrollenträger ständig ab. Auch die ständigen Montagen von Figurenentwicklungen, seien sie nun am Boden oder geben ihrem Leben neue Hoffnung, untermalt mit feiner Pop-Musik, führten zu leichten Ermüdungserscheinungen.
Dem Zuschauer wird zwar später nach dem Film schnell klar, was dieser auf seiner Metaebene versucht zu vermitteln, hätte dies aber mit einer klareren Erzählstruktur vermutlich etwas zugänglicher dargestellt.
Ich glaube bei diesem Film gehen die Meinungen stark auseinander, aber oft ist es die nicht erfüllte Erwartung die prägt.
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