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Fantasy Film Fest Short Review: “Moon” 7.5/10
Von Dennis in Film und TV, Filmkritik | 1 Kommentar
“Moon” stellt das Regiedebut des jungen Engländers Duncan Jones dar, und ist wirklich ein erstaunliches Werk. Allzuviel möchte ich in dieser Kritik darüber nicht verlieren, um das Spoilerrisiko zu minimieren, allerdings hat sich der Film für mich anders entwickelt, als ich es mir vorgestellt hatte.
Sam Rockwell spielt großartig und überzeugend einen einsamen “Mondmann”, der auf jenem Trabanten im Auftrag eines großen Energiekonzerns für 80% der weltweiten Energieversorgung verantwortlich ist. Nach einem Unfall steht er sich eines Tages selbst gegenüber, aber verändert, gealtert.
Duncan Jones kommt es an dieser Stelle gar nicht darauf an, die Psychologie hinter diesem Ereignis herauszuschälen, wenn man plötzlich seiner eigenen Person gegenüber steht. Duncan Jones ruhige Kameraführung und Erzählweise stellt einfach dar und erzählt, nicht mehr, nicht weniger.
Auch das Potential, aus der Geschichte heraus einen überraschenden Wendepunkt miteinzubauen, der an den Stil der M. Night Shyamalan Filme erinnert hätte, läßt Jones bewußt aus. Dies mag manchem vielleicht sogar etwas diledantisch vorkommen, aber einen Film zu sehen der die tiefenpsychologische Komponente fast gänzlich ausspart und dem Zuschauer das nachdenken überläßt, ist schon sehr erfrischend. Wohl liegt es an der noch nie so dargestellen Grundidee des Filmes die überzeugt und nicht verkopft wirkt. Duncan Jones läßt hier keinen Zweifel daran, dass er sich teilweise an Großmeister wie Stanley Kubrik orientiert hat.
Trotz der Ruhe und unspektakulären Erzählung ist “Moon” aber keinesfalls langweilig oder hat einen Durchhänger (man könnte hier im zweiten Akt höchstens von ein paar Minuten sprechen). Der Film bleibt spannend und visuell beeindruckend. Die Welt die “Moon” vor einem aufbaut ist sehr greifbar, glaubhaft und schnörkellos, und ich war erfreut zu sehen das noch sehr viel mit klassichem Modellbau gelöst wurde, was diesen Eindruck bestärkt. Die “Low Key” Musik und die Ein-Mann-Performance von Sam Rockwell runden das Bild ab.
“Moon” ist ein überraschendes Debut von einem jungen Regisseur auf den man in Zukunft noch ein Auge werfen sollte, und nicht nur weil er der Sohn des Musikers David Bowie ist.
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