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Zug (Um)-zug
Von Dennis in Film und TV, Filmkritik, Medientrends | keine Kommentare
Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, ist es hier in Bezug auf Posts etwas stiller geworden. Da ich mich momentan in einer mittelschweren Zeit- und Energiekrise befinde, auch genannt “Umzug”, komme ich leider gerade viel zu selten dazu hier zu schreiben und euch mit frischen News- und Medienfudder zu versorgen. Aber keine Sorge, dass wird sich bald bessern (hoffentlich in so 2-3 Wochen…).
Bis dahin, ich kam trotzdem dazu einige Filme in den letzten Tagen zu sehen, drei kurze Meinungen und Kritiken zu drei völlig unterschiedlichen Filmen:
(Ich machs jetzt mal wie bei den Anderen, Punktevergabe 1-10, 1 für “Schrott”, 10 für “Der Wahnsinn”).
The Wrestler
Also zuallerst mal wirklich: Mikey Rourke ist wieder da! “The Wrestler” ist ein schöner kleiner Film, der aufzeigt, dass auch wenn die Zeit und mit ihr die Gesellschaft und ihre Kultur, rasend schnell an einem vorbei rennt und man auf der Strecke bleibt, man immer zu sich selbst stehen sollte und zu dem was man tut.
Rourke verköpert sehr glaubwürdig eine Figur, die auf zwei Seiten des Lebens steht. Einmal als der ehemals erfolgreiche Wrestler Randy “The Ram” Robinson und einmal als Kühlhausarbeiter und versagende Vaterfigur einer Tochter. Als durch einen Herzinfarkt sein Showleben zu zerbrechen droht, nimmt er wieder Kontakt zu seiner Tochter auf. Randy scheint sein Schicksal beinahe akzeptiert zu haben, driftet aber doch immer wieder in sein Showleben zurück. Er muss eine Entscheidung treffen.
Ein Film, der sich nicht als “Larger-then-Life” darstellt, sondern ein Leben, ein Einzelschicksal dokumentiert, worin sich vielleicht viele wieder erkennen können, unverblümt und klar anhand eines untergegangenen Wrestlinghelden. Trotzdem macht der Film Mut. Nicht zu vergessen, der großartige Soundtrack! (7/10)
The Good, The Bad and the Weird
Das südkoreanische Remake des Westernklassikers von 1966 mit Clint Eastwood, könnte in Punkto Bildsprache, Spielwitz und Action nicht fulminanter sein. Man merkt Regisseur Ji-woon Kim seine Affinität zu den alten Westernklassikern an. Geschickt paart er Bildästhetiken und Montagen des modernen koreanischen Kinos (grandiose waghalsige Actionszenen die keine Filmversicherung in Europa übernehmen würde), mit einer klassichen Western Outlaw Geschichte nach klassichem Vorbild. “The Good”, “The Bad” und “The Weird” auf ihren Wegen zu Ruhm und Gold treffen im finalen Showdown aufeinander.
Es sind keine Überraschungen zu erwarten und Klischees werden bewußt eingesetzt, dafür sind aber Bildmontagen und Aktionszenen zu erleben, die ich so bisher noch nicht gesehen habe. Für Fans von asiatischem Kino werden zweieinhalb Stunden großartige Unterhaltung geboten. (7/10)
My Bloody Valentine 3D
Ein psychopatischer, Leichenberge anhäufender Bergbauarbeiter kommt nach 10 Jahren in eine Kleinstadt zurück um am Valentinstag Rache an den hübschen Jungen und Mädchen der Stadt zu nehmen . Aber, ist es wirklich der Killer von damals (ok, dieser Zusatz gehört dazu, ist aber wie der Rest der Story banal).
Viel Blut, Splatter und platte “One-Liner” beherrschen den Film. Aber, dass ganze in 3D.
“My Bloody Valentine” stellt eine Premiere im Kinoalltag dar, ist der doch der erste Realfilm in 3D. Was der Zuschauer bekommt ist ein erster Vorgeschmack auf eine mögliche Zukunft des Kinos. Das ganze ist durchaus beeindruckend, viele Einstellungen und Effekte können den “Wow-Effekt” rüber bringen, aber auch nicht alle. Gerade totale Einstellungen beeindrucken, manch andere Bildeinstellungen hingegen sind unspektakulär und für den “3D Zweck” unnötig. Oft kommt es noch zu Problemen mit der Größeneinschätzung von Objekten oder ihrer Position, ein Problem das es noch zu bewältigen gilt.
Wenn aber dann Blut und Gehirn quer durch den Kinosaal zu fliegen scheinen und man reflexartig die Augen schließt wenn die Spitzhacke heran saust, dann kann man sich vorstellen welches Potential noch in dieser Technik schlummert. Dieser Film ist erstmal, um die Sprache der Videospieleindustrie zu benutzen, ein “Techdemo”.
Die Story ist bei diesem Film aber zu vernachlässigen, was aber in Ordnung ist, der wirkliche Anreiz ist und bleibt die 3D Technik. Das schlägt sich auch in der Benotung wieder. (3/10)
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